Spenden sammeln für wohltätige Zwecke

Hilfe für Hochwasseropfer, für den Tierschutz, für den in Not geratenen Zirkus, für Familien, die in eine finanzielle Schieflage gekommen sind, für wohltätige Verbände und Institutionen, für die Dritte Welt oder ein ganz spezielles Projekt wie eine schwierige Operation eines Kindes aus dem Ausland – Gründe, um für eine finanzielle Unterstützung nachzusuchen, gibt es viele. Spenden sammeln ist kein leichtes Geschäft: Oft sind die Passanten ungehalten, wenn ihnen eine Spendenbüchse entgegengestreckt wird oder knallen bei Sammlungen an der Haustür dem Sammler wortlos die Tür vor der Nase zu.
In den vergangenen Jahren sind Firmen verstärkt dazu übergegangen, keine Weihnachtsfeier mehr für ihre Mitarbeiter auszurichten oder Geschäftspartnern und guten Kunden keine Geschenke mehr zu überreichen. Stattdessen wird Geld für einen wohltätigen Zweck gesammelt und möglichst pressewirksam übergeben. Früher musste man Haus- oder Straßensammlungen beim Ordnungsamt anmelden. Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gehören zu den Bundesländern, in denen man ohne Genehmigungspflicht Spenden einsammeln durfte. Dahinter steckt das Stichwort Bürokratieabbau. Darüber sind einige Hilfsorganisationen übrigens gar nicht erfreut. Dieses Procedere erleichtere den schwarzen Schafen, die auf eigene Rechnung Spenden gesammelt hatten, kritisieren die seriösen Verbände. Die Statistik besagt, dass in Deutschland pro Jahr die Summe von rund 2,6 Milliarden Euro an Spenden für soziale Zwecke eingeht. Hierbei sind die Opfer von Naturkatastrophen ebenso berücksichtigt wie kirchliche oder kulturelle Belange. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass sein gespendetes Geld bei der richtigen Adresse landet, kann beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin Auskünfte über die Seriosität von gemeinnützigen Organisationen einholen. Auch beim Spendenrat finden sich entsprechende Angaben.
Einzelpersonen oder Unternehmen, die Finanzmittel für den guten Zweck zur Verfügung stellen, können eine Spendenquittung verlangen. Wer Spenden sammelt, dem ist zu raten, dass er sich bei den Wohltätern mit einem Dankschreiben bedankt und sie auch darüber informiert, was mit dem Spendengeld bewerkstelligt worden ist.
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